FSV I trotzt Türk Attendorn ein Remis ab

20.09.2018

Erste seit nun sechs Spielen ungeschlagen

Feierte nach rund einem Jahr Verletzungspause sein Comeback - Dominik Schäfers
D. Schäfers

Wow! Dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit trotzte unsere erste Mannschaft dem Aufsteiger, gleichzeitig aber auch Titelfavoriten, SV Türk Attendorn am gestrigen Mittwoch ein letztlich leistungsgerechtes Unentschieden ab. Gegen den bis dato mit Abstand stärksten Gegner sahen die Zuschauer zwei grundverschiedene Halbzeiten. Während Durchgang eins klar an die Attendorner ging, wendete sich das Blatt im zweiten Abschnitt komplett, als der FSV mit Mut und Herz agierte.

Gast dominiert Durchgang eins

Auch am Mittwoch musste das Trainerduo Pantel/Rotthoff wieder einmal improvisieren. Gerade einmal elf (!) Akteure aus dem 22-Kader der "Ersten" waren einsatzbereit. Auf der Auswechselbank nahmen daher vier Akteure aus der FSV-Reserve Platz. FSV-Routinier Dominik Schäfers feierte nach langer Leidenszeit aufgrund einer schweren Verletzung ein gelungenes Comeback. Der gegenseitige Respekt beider Mannschaften war vom Start weg deutlich spürbar. Nicht nur die Hausherren zogen sich nach Ballverlust tief in die eigene Hälfte zurück, auch die Durum-Mannen agierten sehr kompakt und übten oftmals erst ab der Mittellinie Druck auf den ballführenden FSV-Spieler aus. Der große Unterschied allerdings lag darin, dass die Gäste insgesamt deutlich aggresiver zu Werke gingen und nach Ballgewinn blitzschnell nach vorne umschalteten. Der FSV agierte viel zu passiv und erlangte in den ersten 45 Minuten folglich nur wenig Zugriff auf das Spiel. Trotzdem besaß die Heimelf die große Chance auf die Führung, als Constantin Pantel nach einem Bilderbuch-Angriff über die rechte Angriffseite und der Hereingabe von Rechtsaußen Robin Gräve mit seinem Schuss an einem auf der Linie klärenden SV-Akteur scheiterte. Ansonsten leistete sich der Gastgeber im Spielaufbau zu viele einfache Ballverluste, in dessen Folge der Gast zu einigen guten Einschussmöglichkeiten kam. Letztlich wusste der Aufsteiger nur eine davon zu nutzen, als Mittelfeldspieler Baser im FSV-"16-er" gleich mehrere Gegenspieler austanzte und trocken abschloss (38.). Ansonsten war der stark aufgelegte FSV-Schlussmann Jan Zeppenfeld gleich mehrfach Endstation für die SV-Offensive. So ging es "nur" mit einem 0-1-Rückstand aus FSV-Sicht in die Kabinen.

FSV verdient sich den Ausgleich

Die Halbzeitpause schien zur rechten Zeit gekommen zu sein. Wie verwandelt und deutlich mutiger kamen die Hausherren zurück und präsentierten den rund 50 Augenzeugen einen tollen Fight. Die Gastgeber liefen den Gegner nun deutlich früher an und erzwangen dadurch viele Unkonzentriertheiten und Fehler der Gäste. Darüber hinaus zeigte man sich in der Defensive zusehends präsenter und aggresiver als zuvor, sodass die der SV nur noch selten gefährlich vor das FSV-Gehäuse gelangte. Auf der anderen Seite baute der FSV eine gewaltige Druckphase auf und ließ den Durum-Jungs nur noch wenig Luft zum Atmen. Insbesondere über die Außenbahnen kombinierte sich der FSV wiederholt ansehnlich durch, scheiterte im letzten Moment entweder an der vielbeinigen SV-Abwehr oder an Torhüter Rameil. Auch in der 68. Spielminute zeigte der junge Keeper sein ganzes Können, als er einen wuchtigen Kopfball nach feiner Bogdanski-Flanke glänzend aus dem Winkel "fischte". In der Folgezeit blieben die Heldener am Drücker. Das erlösende 1:1 schien nur noch eine Frage der Zeit. In der 73. Spielminute war es dann soweit. Nach einem abermals starken Spielaufbau über die Stationen Schäfers und Cramer landete der Ball beim quirligen Aktivposten Louis Bogdanski, der mit einer geschickten Körpertäuschung zunächst seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und anschließend in die Mitte flankte. Seine Flanke fast von der Seitenauslinie wurde immer länger und senkte sich schließlich wohl unhaltbar in die lange Ecke. In den restlichen Minuten verteidigte die Heimelf mit viel Einsatz und Leidenschaft das Remis und setzte dabei weiterhin Nadelstiche im Spiel nach vorne. Bis zum Abpfiff des guten Schiedsrichters Pascal Emrich gelang beiden Teams jedoch kein weiterer Treffer mehr. Ein durchaus wichtiger Punkt für den FSV in einem temporeichen Kreisliga-A Spiel, in dem man 90 Minuten diszipliniert agierte, was die heimischen Anhänger nach Schlusspfiff zurecht mit gehörigem Applaus zu belohnen wussten. Weiter so, Jungs!

Kurze Pause - dann schweres Auswärtsspiel in Möllmicke

Nach sechs ungeschlagenen Partien heißt es nun erst einmal kurz durchzuatmen. Aufgrund des Kreisschützenfestes in Grevenbrück am kommenden Wochenende steht die nächste Begegnung erst am ersten Oktoberwochenende an. Dann führt die Reise zu einem weiteren Anwärter auf die Meisterschaft in der Kreisliga A, dem FC Möllmicke (Vorbericht folgt).

FSV Helden - SV Türk Attendorn 1:1 (0:1)

FSV Helden: Jan Zeppenfeld - Florian Cramer, Dominik Schäfers, Frederik Besting, Sebastian Rameil - Jonas Mertens, Simon Keine - Robin Gräve, Constantin Pantel, Louis Bogdanski - Julian Pantel

Tore:

0:1 Baser (38.)

1:1 Louis Bogdanski (73.)

Schiedsrichter: Pascal Emrich

Zurück

Bildbeschreibung