FSV I siegt in Elspe

29.10.2018

SSV Elspe - FSV Helden 2:4 (0:3)

Musste verletzt ausgewechselt werden - Innenverteidiger D. Schäfers
D. Schäfers

von C. Pantel:

Der FSV ist wieder zurück in der Erfolgsspur. Nach zwei ebenso bitteren wie unnötigen Niederlagen in Kirchhundem und gegen den Spitzenreiter aus Hünsborn, nutzte die Rotthoff/Pantel-Elf in Elspe die Chance, den Abstand auf die unteren Tabellenränge wieder zu vergrößern.

Die Anfangsphase bei lausigen Temperaturen gehörte allerdings den Gastgebern, die schwungvoll in die Partie starteten und zu zwei „Halbchancen“ kamen. Nach vier Minuten jedoch zeigte der für Christoph Quinke in die Startelf gerückte Manuel Schulte eine seiner großen Qualitäten und lief SSV-Keeper Schilch derart druckvoll an, dass dieser den Ball vertendelte und Schulte nur noch einschieben musste. Zehn Minuten später zwang der bissige FSV-Stürmer auch den Elsper Spielertrainer Selimanjin zu einem Ballverlust im Spielaufbau und leitete blitzschnell auf Rechtsaußen Robin Gräve weiter, der im 1:1-Duell gegen Schilch die Nerven behielt und die Gästeführung ausbaute. Die seit Wochen sieglosen Gastgeber konnten diesen frühen Doppelschlag nicht verdauen und verloren ihren anfänglichen Esprit zusehends. Nur selten geriet die wieder einmal zwangsweise umformierte, aber zumindest in Halbzeit eins sehr aufmerksame FSV-Viererkette in echte Bedrängnis. So entstand außer bei Standardsituationen in den ersten 45 Minuten keine echte Gefahr für das von Gabriel Leduc gehütete Gehäuse. Auf der Gegenseite stellten die quirligen FSV-Offensivakteure sowie das zweikampfstarke und passgenaue Heldener Mittelfeld die Gastgeber immer wieder vor große Probleme. Es war eine Frage der Zeit, bis ein scharf getretener Gräve-Freistoß den Kopf von Spielertrainer Constantin Pantel fand, der nach einer guten halben Stunde zur Vorentscheidung traf. Auch der Platzverweis für den übermotivierten Elsper Außenspieler Balic, der den bärenstarken Kapitän Simon Keine mit offener Sohle an der Achillessehne traf, spielte dem FSV in die Karten. So ging es mit einer komfortablen 3:0-Führung die Pause. Einziger Wermutstropfen aus FSV-Sicht war das verletzungsbedingte Ausscheiden des umsichtig agierenden Routiniers Dominik Schäfers, der durch Jungspund Jonas Mertens ersetzt wurde.

Die Geschichte von Halbzeit zwei ist schnell erzählt:

Im Gefühl des sicheren Sieges in Überzahl schalteten die Heldener einen Gang zurück, ohne zunächst große Torchancen zuzulassen. Lediglich einmal musste Leduc im 1:1-Duell sein Können beweisen. Spätestens nachdem Constantin Pantel nach Flanke des erneut sehr fleißigen Louis Bogdanski erneut per Kopf nach einer Stunden endgülig den „Deckel drauf“ machte, ließ die Konzentration und Einsatzbereitschaft der Gäste merklich nach. Konter wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, in Zweikämpfen nur Geleitschutz geboten und planlos nach vorn gedroschene lange Elsper Bälle unterlaufen. Die Folge waren zwei späte Gegentreffer in Minute 83 und 87, die sicherlich mehr als vermeidbar gewesen wären.

Die zuletzt bärenstarken Rot-Weißen aus Grevenbrück werden solche Schwächen in der kommenden Woche sicherlich nicht nur mit Ergbniskosmetik bestrafen.

 FSV: Leduc – Cramer, Schäfers (46. Mertens), Rameil, Sonderkamp – J. Pantel (72. Nogic), Keine, Gräve, C. Pantel, Bogdanski – Schulte (76. Quinke)

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