FSV I verliert trotz einer 2:0-Führung

21.10.2018

Last-Minute Tor bringt FSV um den verdienten Lohn

Traf mit einem herrlichen Distanzschuss um 2:0 - Louis Bogdanski
L. Bogdanski

Und täglich grüßt das Murmeltier. Auch am heutigen Sonntag, gab der FSV eine 2:0-Führung aus der Hand und verlor gegen den Tabellenersten aus Hünsborn letztlich mit 3:2.

Flotte erste Halbzeit

In den Anfangsminuten agierten die Gäste aus Hünsborn erwartet druckvoll und schnürten die Hausherren tief in deren eigenen Hälfte ein. Die erste Chance hatte RW-Stürmer Bley, doch FSV-Schlussmann Leduc verhinderte mit einer starken Fußabwehr die Führung. Nach rund zehn Minuten wendete sich das Blatt. Der FSV bekam immer mehr Zugriff auf das Spiel und ging mit der ersten gelungenen Offensivaktion direkt in Front. Stürmer Christoph Quinke wurde klug in den Lauf bedient und behielt vor RW-Torwart Rasche die Nerven (11.). Auch in der Folgezeit blieb der FSV am Drücker und setzte die zusehends verunsicherte RW-Defensive weiter unter Druck. Folgerichtig traf Jungspund Louis Bogdanski nur fünf Minuten nach dem Führungstreffer zum 2:0, als der Linksaußen nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus rund 25 Metern Maß nahm und ins linke obere Eck traf. Die Hünsborne wirkten nun noch stärker angenockt, der FSV konnte seine Überlegenheit und viele gute Angriffe jedoch nicht in Zählbares ummünzen. So kam es wie es kommen musste, RWH-Angreifer Niklas nutzte das zögerliche Rauskommen von Torwart Leduc zum 2:1-Anschlusstreffer (27.). Anders als noch in den Vorwochen war die Rotthoff/Pantel-Elf aber sofort wieder im Spiel und zog ihr Spiel unbeirrt weiter durch. Julian Pantel hatte kurz darauf die große Chance auf 3:1 zu stellen, ließ alleine vor dem gegnerischen Tor allerdings die nötige Konsequenz vermissen und verpasste. Dass die Heldener die Führung nicht in die Pause retten konnten, lag an einer Unachtsamkeit, die der Gast direkt zu bestrafen wusste. RW-Stürmer Bley setzte Mitspieler Thiem mit einem überragenden Pass in Szene, der sicher zum 2:2-Ausgleich traf (45.).

Umstrittener Siegtreffer für die Gäste

In der zweiten Halbzeit hatten die Gäste aus Hünsborn gefühlte 75% Ballbesitz, wussten damit allerdings nur selten etwas anzufangen, da die Gastgeber immer wieder gekonnt das Tempo rausnahmen und die geballte RW-Offensive somit nicht zur Entfaltung kommen ließen. Bis auf einen Heber von Stürmer Bley sowie einem kurz vor der Linie abgewehrten Schuss von Mittelfeldspieler Kadimsky kamen die spielstarken Gäste nur selten zum Abschluss. Da auch der FSV nun offensiv bis auf zwei, drei gefährliche Situationen den nötigen Zug zum Tor vermissen ließ, hatten sich wohl alle anwesenden Zuschauer auf ein leistungsgerechtes Unentschieden eingestellt. Dann ertönte in der Schlussminute zur Verwunderung wohl aller Anwesenden auf und neben dem Platz ein Pfiff des bis dato wirklich guten und sehr souveränen Schiedsrichters. Dieser hatte FSV-Schlussmann Leduc bei einem Abschlag aus der Hand die 16-er-Linie übertreten sehen und entschied auf Freistoß für die Gäste. Diesen versenkte Linksaußen Thiem in die Torwartecke zum umjubelten 3:2 aus Sicht der Gäste. Ein bitterer Rückschlag für den FSV, der sich heute sicherlich - bis auf die mangelnde Chancenauswertung - nur wenig vorzuwerfen hat und ein mehr als nur ebenbürtiger Gegner für den Tabellenführer war. Umso bitterer, dass ein Spiel in der Schlussminute durch eine mehr als nur umstrittene Aktion zu Gunsten einer Mannschaft entschieden wird. Wäre das Übertreten in der Vergangenheit immer so genau beachtet worden, dann sind dem FSV wohl schon Hunderte an Freistößen von der Strafraumkante verwehrt geblieben. Ärgerlich nur, dass der Unparteiische diese Regel in den ersten 89. Minuten nicht anwendete. Hätte er es gemacht, wäre wohl ein wares Torfestival die Folge gewesen.

Auswärts in Elspe

Am kommenden Wochenende tritt der FSV auswärts beim SSV Elspe an. Nach zuletzt zwei unglücklichen Niederlagen soll dort endlich wieder etwas Zählbares mitgenommen werden.

FSV Helden - RW Hünsborn II 2:3 (2:2)

FSV Helden: Gabriel Leduc - Florian Cramer, Dominik Schäfers, Frederik Besting, Sebastian Rameil - Julian Pantel, Simon Keine - Robin Gräve, Constantin Pantel, Louis Bogdanski - Christoph Quinke (79. Ivan Nogic)

Tore:

1:0 Christoph Quinke (11.)

2:0 Louis Bogdanski (16.)

2:1 Niklas (27.)

2:2 Thiem (45.)

2:3 Thiem (89.)

Schiedsrichter: Constantin Reuber

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